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E-Mobilität

Mikromobilität - Mobilität der Zukunft

Was bedeutet Mikromobilität eigentlich?

Automobilhersteller, Zulieferer, Kleinunternehmen, aufstrebende Start-ups, ja sogar Städte und Kommunen sprechen davon: „Mikromobilität“. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Begriff?

Wir haben eine Antwort. Mikromobilität steht für kleine, leichte, hauptsächlich elektrische Fahrzeuge, die sowohl im urbanen Bereich, als auch für die erste und letzte Meile im ländlichen Raum seine Anwendung findet. Unter der ersten und letzten Meile versteht man alle Strecken und Wege die sich im ersten und letzten Glied einer Mobilitätskette befinden. Das ist zum Beispiel der Weg von Zuhause zum Bahnhof oder die Strecke vom Bahnhof zum Arbeitsplatz. Vielerorts sind Mikromobilitätsfahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr ungern gesehen oder sogar noch verboten. Doch die elektrischen Kleinfahrzeuge sind längst keine unschönen Verkehrshindernisse mehr, sondern zukunftsweisend und dringend notwendig wenn es darum geht unter dem wachsenden Verkehrsaufkommen schnell und flexibel von A nach B zu kommen und dabei noch Emissionen einzusparen.

Was sind elektrische Kleinfahrzeuge

Zu den elektrischen Kleinfahrzeugen zählen zum Beispiel Skateboards und Hoverboards, Segways und Scooter aber auch mehrspurige Kleinstfahrzeuge. Ob von der Bahn zum Büro oder vom Parkplatz in die Innenstadt – elektrische Kleinfahrzeuge können wie unser persönlicher Begleiter sein mit denen sich ordentlich Strecke machen lässt. Klein zusammengeklappt passen sie optimal in die Bahn oder in den Kofferraum. Das ermöglicht auch Autofahrern, weiter entfernt vom Ziel zu parken und die letzte Meile mit dem eigenen elektrischen Kleinfahrzeug stressfrei zurückzulegen.

Probleme bei der Zulassung

Probleme bieten jedoch noch die Zulassungsrichtlinien der EU, welche die Entwicklungsmöglichkeiten der Mikromobilität noch stark einschränken. Besonders im Sektor unterhalb der Kleinkrafträder können Mikromobile nur sehr bedingt eine Zulassung für den deutschen Straßenverkehrsraum erlangen. 2009 schaffte dies der Segway. Segways sind elektrisch angetriebenen Einpersonen-Transportmittel, welche auf zwei Rädern und einer Achse Geschwindigkeiten von bis zu 20 km/h erreichen. Die bundesweite Straßenverkehrszulassung lies fast 8 Jahre auf sich warten. Für Segways wurde eine eigene Mobilitätsverordnung geschaffen, welche ganz genau regelt wer einen Segway fahren darf und wo gefahren werden darf. So müssen Fahrer beispielsweise mindestens einen Mofa Führerschein besitzen und haftpflichtversichert sein. Während Radwege für Segways in Ordnung gehen, sind Bürgersteig absolut tabu.

In Zeiten von vollen Straßen, einer immer knapperen Anzahl an Parkplätzen für das steigende Verkehrsaufkommen und der immer dicker werdenden Luft bringt die Mikromobilität große Chancen mit sich. Doch noch bleiben zu den Themen der Kategorisierung, Standardisierung, den Wegerechten und der Akzeptanz einige Fragen und Probleme unbeantwortet. Um diese noch junge, aber überaus wichtige Mobilitätslösung nicht frühzeitig ins Aus zu jagen muss sich dringend etwas ändern; neue rechtliche Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden.

Besserung in Sicht

Auf EU Ebene hat sich diesbezüglich bereits vor einigen Jahren ein Gremium gebildet, dass die Standards für Mikromobilitätsfahrzeuge definiert und somit den Weg zur Zulassung ebnet. Auch wir gehören zu den Mitgliedern und tun unser Bestes dafür, dass eine Regelung schnellstmöglich getroffen werden kann. Wir dürfen also hoffen, dass sich vielleicht noch dieses Jahr etwas hinsichtlich der Zulassung von Mikromobilitätsfahrzeugen in Deutschland ändert. Bis es soweit ist, bleibt die Nutzung von elektrischen Scootern oder Hoverboards illegal und ist im öffentlichen Bereich der StVZO verboten.